18. November 2019

Liége Guillemins

Angelockt durch die vielen Bilder im Internet, machten wir uns am 8. November auf den Weg nach Belgien. Natürlich schon tausendfach fotografiert, wollten wir uns ein eigenes Bild machen – im wahrsten Sinne des Wortes! Ziel war der architektonisch sehr interessante Bahnhof Liége Guillemins. Nach anfänglich sehr großer Begeisterung, dauerte es tatsächlich über ein Jahr, bis wir einen, für uns passenden Termin gefunden hatten.

Der Bahnhof liegt in der belgischen Region Wallonien. Eben in Lüttich, etwas abseits der Innenstadt im Stadtteil Guillemins. Vom spanisch-schweizerischen Architekt Santiago Calatrava geplant, wurde der Bahnhof nach umfangreichen Umbauten 2009 eröffnet.

Quasi in der Nachbarschaft bezogen wir unser Quartier im Hotel De La Couronne. Da wir schon nachmittags vor Ort waren, erkundeten wir die Lokalität mit kleinem Gerät. Wir hatten uns vorgenommen auch Nachtaufnahmen zu machen. Zu diesem Zweck holten wir zur gegebener Zeit unsere Stative aus dem Hotel. Ich hatte schon im Bericht vom Reptilium erwähnt, dass ich mir von Rollei das Lion Rock Stativ zugelegt habe. Das Teil steht wirklich wie ein Fels! Vor allem dann, wenn man mit einer Fuji GFX Stacking Aufnahmen – die Kamera kann das – machen will. Ich nahm mir vor, der Tiefenschärfe wegen, mindestens zehn Bilder hintereinander zu machen und diese dann zu hause in Photoshop übereinander zu legen. Das habe ich auch gemacht und hatte null Versatz!! Spricht für das Stativ. Das Alles brauchte ich mit dem 23mm (18 VF) natürlich nicht zu machen. Da hat man fast von alleine- vorne bis hinten- ein scharfes Bild. Leider kommt die überragende Bildqualität einer Fuji GFX-R hier am Monitor nicht rüber! Einige der hier gezeigten Aufnahmen entstanden mit der X-H1 und dem 2.0 23mm. Aber, wie schon so oft gesagt – der Druck macht’s möglich!

Wir wünschten uns einen blauen Himmel. Konstruktionsbedingt leuchtet dieser dann durch das Glas. Zum Nachmittag hin hatten wir dann das Glück. Und sind dann die Wege noch mal gelaufen! Aber das hat sich gelohnt. Ansonsten wäre das Motiv dann weiß in weiß/grau in grau gewesen. Was natürlich nicht so schön ist, sind die Schmutzränder auf den Säulen/Streben. Aber nach zehn Jahren und bei der offenen Bauweise, im Grunde nicht zu vermeiden. Störend auch nur bei näherer Betrachtung, und bei Schwarz-Weiß Bilder nicht so auffallend.

Erfreulich auch, dass man in diesem Bahnhof ohne Probleme fotografieren kann/darf. (Was in deutschen Bahnhöfen nicht möglich ist!) Scheinbar sind Fotografen ein alltägliches Bild. Ich habe im Internet gesehen, dass es tatsächlich organisierte Fotoreisen dorthin angeboten werden. Der Bahnhof ist natürlich nicht nur dort interessant wo die Sonne hinscheint. Auch die untere Etage bietet einiges, was zu fotografieren sich lohnt. Da kommt schon mal eine Belichtungszeit von 10- 20 Sekunden zusammen! Das war jetzt der Hinweis für Interessierte, die auch mal dort hin wollen. Stativ ist Pflicht! (Eigentlich immer!)

Aber damit nicht genug. Wenn wir als Heidelberger uns schon in nördlichen Gefilden aufhalten, könnten wir doch geradewegs nach Osten fahren. Das haben wir uns gedacht und sind nach etwa 130 Kilometern in Erkrath gelandet. Genau, darüber habe ich schon geschrieben und Bilder gezeigt. Die Autos sind in einem erbärmlichen Zustand. Aber hervorragende Motive! Ziemlich genau vor einem Jahr habe ich bei Rotten Places Bilder von diesem Thema gezeigt.

Viel Spass beim Anschauen!

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